Werkzeugmaschinen der Drehmaschinengruppe
Die Methodik beschreibt die Behandlung funktionsfähiger Baugruppen von Werkzeugmaschinen der Drehmaschinengruppe — Spindeleinheiten, Getriebe- und Vorschubkästen, Leitspindeln, Führungsbahnen und Hydrauliksysteme — mit XADO Revitalizant-Gelen, ohne Demontage und ohne Ölwechsel. Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung und der Schutz der Reibflächen im regulären Betriebszustand der Werkzeugmaschine.
12. Methodik der Behandlung von Werkzeugmaschinen der Drehmaschinengruppe mit XADO Revitalizant-Zusammensetzungen
Was behandelt wird
- Funktionsfähige Baugruppen und Mechanismen von Werkzeugmaschinen der Drehmaschinengruppe ohne vollständig verschlissene oder beschädigte Teile.
- Spindeleinheiten.
- Getriebekästen.
- Vorschubkästen.
- Leitspindeln der Werkzeugmaschinen.
- Führungsbahnen der Werkzeugmaschinen.
- Hydrauliksysteme.
- Spindeleinheit und Getriebekasten mit gemeinsamem Schmiersystem (Pkt. 12.1).
- Mechanismen von Getriebekästen und Vorschubkästen mit autonomem Schmiersystem (Pkt. 12.2).
- Spindeleinheiten mit autonomem Ölschmiersystem (Pkt. 12.3).
- Ölgeschmierte Leitspindeln (Pkt. 12.4).
- Führungsbahnen mit zentralem Ölumlaufschmiersystem (Pkt. 12.5.1).
- Führungsbahnen mit periodischer manueller Ölschmierung aus einem separaten Behälter (Pkt. 12.5.2).
- Neue Spindeleinheiten oder solche mit einem Verschleiß bis 10 % — Behandlung nach derselben Methodik in 2 Etappen.
- Neue Hydraulikmaschinen oder solche mit anfänglichem Verschleiß (bis 10 %) — Behandlung nach derselben Methodik in 4 Etappen.
- Neue Werkzeugmaschinen oder Werkzeugmaschinen mit geringfügigem Verschleiß der Führungsbahnen (bis 10 %) — vorbeugende Behandlung der Führungsbahnen.
Wann keine Behandlung erfolgt
- Nicht zu behandeln sind Baugruppen und Mechanismen mit vollständig verschlissenen oder beschädigten Teilen.
- Nicht behandelt werden Führungsbahnen mit Verschleiß in Form von „Sattelform“, Erhebungen sowie mit anderen Beschädigungen der Arbeitsfläche mit einer Tiefe von mehr als 0,1 mm; solche Defekte werden zuvor durch mechanische Bearbeitung (Hobeln, Schleifen) beseitigt, und erst danach erfolgt die Behandlung mit der XADO Revitalizant-Zusammensetzung.
- Die Behandlung wird nicht begonnen, bevor Ölleckagen beseitigt sind (Pkt. 12.1.1).
- Die Behandlung des Hydrauliksystems wird nicht begonnen, bevor Leckagen der Arbeitsflüssigkeit beseitigt sind (Pkt. 12.6.1).
Vorbereitung
- Ölleckagen vor Beginn der Behandlung der Spindeleinheit und des Getriebekastens beseitigen (Pkt. 12.1.1).
- Leckagen der Arbeitsflüssigkeit vor Beginn der Behandlung des Hydrauliksystems beseitigen (Pkt. 12.6.1).
- Vor Beginn der Behandlung Messungen der wichtigsten Betriebsparameter und der geometrischen Abmessungen der Teile jeder Baugruppe durchführen (dieselben Messungen werden nach Abschluss des vollständigen Zyklus wiederholt).
- Bei der Sichtprüfung aller Reibflächen der Führungsbahnen deren technischen Zustand (Vorhandensein von Lunkern, Ausbrüchen, Fresspuren), den Verschleißgrad und die Zweckmäßigkeit einer Behandlung nach der XADO-Technologie bestimmen.
- In ein separates Gefäß eine kleine Menge des regulären Öls im Verhältnis von 1 Teil des einzubringenden Gels auf 5-10 Teile Öl, erwärmt auf eine Temperatur von 40 - 60 °C, einfüllen, die berechnete Menge Gel zugeben und sorgfältig bis zur Erlangung einer homogenen Mischung verrühren.
- Das Einbringen der vorbereiteten Mischung ist bei stillstehender Werkzeugmaschine durchzuführen.
Messungen vor und nach der Behandlung
| Parameter | Messgerät | Wie und wann |
|---|---|---|
| Plan- und Rundlaufabweichung der Sitzflächen der Spindel | Messuhrständer mit Messuhr, Skalenteilungswert nicht gröber als 0,01 mm | Die Messungen erfolgen durch Drehen der unbelasteten Welle mit dem auf ihrer radialen und (oder) Stirnfläche aufgesetzten Messuhrtaster und Ablesen der Messuhranzeige. Vor Beginn und nach Abschluss des vollständigen Behandlungszyklus (Pkt. 12.1.2, 12.3.1) |
| Radiales und axiales Spiel der Spindellager | Ständer mit Messuhr, Skalenteilungswert nicht gröber als 0,01 mm | Durch erzwungene Verlagerung der Spindel in radialer oder axialer Richtung zum Messuhrtaster hin, der auf der Sitzfläche (radial oder stirnseitig) der Spindel aufgesetzt ist, und Ablesen der Messuhranzeige (Pkt. 12.1.2, 12.3.1) |
| Schwingungspegel der Lagerbaugruppen (Schwingbeschleunigung, Schwinggeschwindigkeit, Schwingweg) | Schwingungsmessgeräte verschiedener Typen | Im Leerlaufbetrieb der unbelasteten Spindel, an festgelegten Punkten des Gehäuses der Lagerbaugruppe in vertikaler, horizontaler und axialer Richtung jeder Lagerstelle (Pkt. 12.1.2, 12.3.1) |
| Schwingungspegel des Getriebekastens oder des Vorschubkastens (Schwingbeschleunigung, Schwinggeschwindigkeit, Schwingweg) | Schwingungsmessgeräte verschiedener Typen | Im Leerlaufbetrieb und bei unbelasteter Spindel der Werkzeugmaschine, an festgelegten Punkten des Gehäuses des Getriebekastens oder des Vorschubkastens in vertikaler, horizontaler und axialer Richtung der Lagerstelle (Pkt. 12.2.1) |
| Leistungsaufnahme oder Stromaufnahme des Elektromotors | Stromzange, Wattmeter oder Multimessgerät zur Messung von Parametern elektrischer Stromkreise | Im Leerlaufbetrieb und bei festgelegten Schnittbedingungen (bei festgelegter Belastung), bei gleicher Öltemperatur (Pkt. 12.1.2, 12.3.1); für Getriebe- und Vorschubkästen — im Leerlaufbetrieb bei gleicher Öltemperatur (Pkt. 12.2.1) |
| Oberflächenrauheit des Werkstücks, das mit ein und demselben Werkzeug bei gleichen Schnittbedingungen abgedreht (bearbeitet) wurde | Rauheitsmessgerät beliebigen Typs; Rauheitsmessgerät oder Profilograf beliebigen Typs (Pkt. 12.3.1) | Vor Beginn und nach Abschluss des vollständigen Behandlungszyklus (Pkt. 12.1.2, 12.3.1) |
| Kegeligkeit und Unrundheit des Kontrollwerkstücks, das mit ein und demselben Werkzeug bei gleichen Schnittbedingungen gefertigt (bearbeitet) wurde | Mikrometer oder Fühlhebelbügelmessschraube mit Messuhr, Skalenteilungswert nicht gröber als 0,01 mm | Vor Beginn und nach Abschluss des vollständigen Behandlungszyklus (Pkt. 12.1.2, 12.3.1) |
| Dicke der ausgewählten und markierten (gekennzeichneten) Zähne der Zahnräder des Getriebekastens und der Zahnradgetriebe | Zahnmessgeräte beliebigen Typs mit einem Skalenteilungswert nicht gröber als 0,05 mm | Messungen der Zahndicke der Zahnräder durchführen (siehe Anlage 3); Pkt. 12.1.2, 12.2.1 |
| Technischer Zustand der Tragbilder der markierten Zähne der Zahnräder | Visuell oder mit Hilfe einer Fotokamera | Erfasst werden Vorhandensein und Ausmaß der Beschädigungen (Pkt. 12.1.2, 12.2.1) |
| Geräuschpegel | Schallpegelmesser beliebigen Typs | In festgelegtem Abstand von der Geräuschquelle, bei Abwesenheit fremder Geräuschquellen und festgelegten Betriebsbedingungen der Werkzeugmaschine (Pkt. 12.1.2, 12.2.1) |
| Axialspiel in der Paarung „Spindel-Mutter“ | — | Messungen vor Beginn der Behandlung und nach Abschluss des vollständigen Behandlungszyklus der Leitspindel (Pkt. 12.4.1) |
| Ebenheit und Geradheit der Führungsbahnen der Werkzeugmaschine | Spezielle Kontrolllineale oder Prismen | Vor der Behandlung und nach Abschluss des vollständigen Zyklus; bei Umlaufschmiersystem — im Bedarfsfall (Pkt. 12.5.1.2, 12.5.2.2) |
| Druck im Hydrauliksystem | Geeichtes Manometer | Bei festgelegter Temperatur der Arbeitsflüssigkeit (Pkt. 12.6.2.1) |
| Betriebstemperatur des Öls (der Hydraulikflüssigkeit) im Hydrauliksystem | Flüssigkeitsthermometer, Infrarot-Pyrometer oder ein anderes reguläres Gerät zur Temperaturmessung | Vor Beginn und nach Abschluss des vollständigen Behandlungszyklus (Pkt. 12.6.2.2) |
| Förderleistung (Fördermenge) der Hydraulikpumpen | Durchflussmesser | Bei festgelegtem Druck und festgelegter Temperatur der Arbeitsflüssigkeit (Pkt. 12.6.2.3) |
| Leckölmenge der Arbeitsflüssigkeit beim Betrieb der Hydraulikmotoren über einen festgelegten Zeitraum | Messgefäß (Behälter) mit graduierter Skala | Bei festgelegtem Druck und konstanter Temperatur der Arbeitsflüssigkeit am Austritt aus dem Hydraulikmotor (Pkt. 12.6.2.4) |
| Schwingungspegel der Hydraulikmaschine | Schwingungsmessgerät | An bestimmten Punkten bei festgelegten Betriebsbedingungen des Hydrauliksystems (Pkt. 12.6.2.5) |
| Förderleistung der Hydraulikpumpen von Leistungshydrauliksystemen (indirekt) | Zeitmessung festgelegter Bewegungen der Arbeitshydraulikzylinder | Wird anhand der Ansprechgeschwindigkeit des Arbeitsmechanismus bei konstantem Druck und Betriebstemperatur des Öls bestimmt (Pkt. 12.6.2.6) |
| Hydraulikdichtheit der Wegeventile (indirekt) | Vergleich des Bewegungsbetrags eines belasteten, funktionsfähigen Arbeitshydraulikzylinders | Bei Neutralstellung des Ventilschiebers des Wegeventils und funktionsfähigem Zustand der Ventile im Hydrauliksystem (Pkt. 12.6.2.7) |
| Weitere Kennwerte des Hydraulikantriebs | — | Werden bei Bedarf gemessen (Pkt. 12.6.2.8) |
Verbrauchsnormen
| Präparat | Norm | Wie und wann |
|---|---|---|
| „XADO revitalizant gel for compressors and bearings (industrial)“ | 3,0 ml Revitalizant-Gel auf 1 Liter reguläres Öl für eine Behandlungsetappe | Spindeleinheit und Getriebekasten von Werkzeugmaschinen der Drehmaschinengruppe mit gemeinsamem Schmiersystem; Behandlung in drei Etappen ohne Ölwechsel (Pkt. 12.1) |
| „XADO revitalizant gel for gearboxes (industrial)“ | 3,0 ml Revitalizant-Gel auf 1 Liter reguläres Öl für eine Behandlungsetappe | Mechanismen von Getriebekästen und Vorschubkästen mit autonomem Schmiersystem; Behandlung in 3 Etappen ohne Ölwechsel (Pkt. 12.2) |
| „XADO revitalizant gel for compressors and bearings (industrial)“ | 1,5 ml Gel auf 1 Liter reguläres Öl für eine Behandlungsetappe | Spindeleinheiten mit autonomem Ölschmiersystem; drei Etappen ohne Ölwechsel (Pkt. 12.3) |
| „XADO revitalizant gel for gearboxes (industrial)“ | 9,0 ml Gel auf 1 Liter reguläres Öl | Ölgeschmierte Leitspindeln; Einbringen in das Schmieröl der Spindel-Mutter-Paarung ohne Ölwechsel (Pkt. 12.4) |
| „XADO revitalizant gel for compressors and bearings (industrial)“ | 9,0 ml auf 1 Liter reguläres Öl für den gesamten Behandlungszyklus | Führungsbahnen von Werkzeugmaschinen mit Ölumlaufschmiersystem; Einbringen in das Ölbad (Pkt. 12.5.1.1) |
| „XADO revitalizant gel for compressors and bearings (industrial)“ | 9,0 ml auf 1 Liter Öl | Führungsbahnen von Werkzeugmaschinen, die periodisch aus einem separaten Behälter mit Öl geschmiert werden; Auflösen im Schmieröl (Pkt. 12.5.2.1) |
| Revitalizant-Gel (für Führungsbahnen, vorbeugende Behandlung) | 6,0 ml auf einen Liter Schmieröl (reguläres Öl) | Zu Vorbeugungszwecken, zur Erhöhung der Lebensdauer im weiteren Betrieb nach der Behandlung sowie bei neuen Werkzeugmaschinen oder solchen mit geringfügigem Verschleiß der Führungsbahnen (bis 10 %) — einmal jährlich, über 200 Stunden (Pkt. 12.5.1.2, 12.5.2.2) |
| „XADO revitalizant gel for power steering (industrial)“ | 0,6 ml Gel auf 1 Liter Arbeitsflüssigkeit für eine Behandlungsetappe | Hydrauliksysteme von Werkzeugmaschinen; Behandlung in 6 Etappen ohne Ölwechsel (Pkt. 12.6.3) |
Behandlungsstufen
- Spindeleinheit und Getriebekasten mit gemeinsamem Schmiersystem, erste Etappe: in einem separaten Gefäß eine Mischung aus Öl (1 Teil Gel auf 5-10 Teile Öl), erwärmt auf 40 - 60 °C, mit der berechneten Menge „XADO revitalizant gel for compressors and bearings (industrial)“ im Verhältnis von 3,0 ml Gel auf 1 Liter reguläres Öl in der Werkzeugmaschine vorbereiten; bis zur homogenen Mischung verrühren; bei stillstehender Werkzeugmaschine die Mischung in das Schmiersystem der Werkzeugmaschine einbringen; Werkzeugmaschine einschaltenGesamtbetrieb über 8 Stunden im regulären Betriebsmodus
- Die zweite und die dritte Etappe der Behandlung der Spindeleinheit und des Getriebekastens werden analog zur ersten Etappe durchgeführtmit einem Intervall von 8 - 12 Stunden Gesamtbetriebszeit der Werkzeugmaschine im regulären Betriebsmodus
- Die Behandlung des Getriebekastens und der Spindeleinheit gilt als abgeschlossen; neue Spindeleinheiten oder solche mit einem Verschleiß bis 10 % werden nach dieser Methodik in 2 Etappen behandeltnach 450 Stunden Gesamtbetriebszeit der Werkzeugmaschine, gerechnet ab Beginn der ersten Etappe
- Getriebekästen und Vorschubkästen mit autonomem Schmiersystem, erste Etappe: in einem separaten Gefäß eine Mischung aus Öl (1 Teil Gel auf 5-10 Teile Öl), erwärmt auf 40 - 60 °C, mit „XADO revitalizant gel for gearboxes (industrial)“ im Verhältnis von 3,0 ml Gel auf 1 Liter reguläres Öl in der Werkzeugmaschine vorbereiten; bis zur homogenen Mischung verrühren; bei stillstehender Werkzeugmaschine die Mischung in das Schmiersystem der Werkzeugmaschine einbringen; Werkzeugmaschine einschaltenGesamtbetriebszeit über 8-12 Stunden im regulären Betriebsmodus
- Die zweite und die dritte Etappe der Behandlung der Getriebe- und Vorschubkästen werden analog zur ersten Etappe durchgeführtmit einem Intervall von 8-12 Stunden Gesamtbetriebszeit der Werkzeugmaschine im regulären Betriebsmodus
- Die Behandlung des Getriebekastens und (oder) des Vorschubkastens gilt als abgeschlossen; neue (oder mit einem Verschleiß bis 10 %) Spindeleinheiten werden nach dieser Methodik in 2 Etappen behandeltnach 450 Stunden Gesamtbetriebszeit der Werkzeugmaschine, gerechnet ab Beginn der ersten Etappe
- Spindeleinheiten mit autonomem Schmiersystem, erste Etappe: in einem separaten Gefäß eine Mischung aus Öl (1 Teil Gel auf 5-10 Teile Öl), erwärmt auf 40 - 60 °C, mit XADO revitalizant gel for compressors and bearings (industrial) im Verhältnis von 1,5 ml Gel auf 1 Liter reguläres Öl in der Werkzeugmaschine vorbereiten; bis zur homogenen Mischung verrühren; bei stillstehender Werkzeugmaschine die Mischung in das Schmiersystem der Spindel einbringen; Werkzeugmaschine einschaltenGesamtbetrieb über 8-12 Stunden im regulären Betriebsmodus
- Die zweite und die dritte Etappe der Behandlung der Spindeleinheit werden analog zur ersten Etappe durchgeführtmit einem Intervall von 8-12 Stunden Gesamtbetriebszeit der Werkzeugmaschine im regulären Betriebsmodus
- Die Behandlung des Getriebekastens und der Spindeleinheit gilt als abgeschlossen; neue Spindeleinheiten (oder mit einem Verschleißgrad bis 10 %) werden nach dieser Methodik in 2 Etappen behandeltnach 450 Stunden Gesamtbetriebszeit der Werkzeugmaschine, gerechnet ab Beginn der ersten Etappe
- Leitspindeln: „XADO revitalizant gel for gearboxes (industrial)“ in das Schmieröl der Spindel-Mutter-Paarung im Verhältnis von 9,0 ml Gel auf 1 Liter reguläres Öl einbringen, ohne Ölwechsel; die Behandlung gilt als abgeschlossennach 550 Stunden Gesamtbetriebszeit
- Führungsbahnen mit Umlaufschmiersystem: in das Ölbad „XADO revitalizant gel for compressors and bearings (industrial)“ im Verhältnis von 9,0 ml auf 1 Liter reguläres Öl für den gesamten Behandlungszyklus einbringen; nach den Messungen und dem Einbringen des Gels die Werkzeugmaschine in Betrieb nehmen und im regulären Betriebsmodus betreibenvollständiger Behandlungszyklus der Führungsbahnen — mindestens 700 Stunden Gesamtbetriebszeit der Werkzeugmaschine
- Führungsbahnen mit periodischer manueller Schmierung: „XADO revitalizant gel for compressors and bearings (industrial)“ im Verhältnis von 9,0 ml auf 1 Liter Öl im Schmieröl auflösen; die Führungsbahnen mit der erhaltenen Zusammensetzung schmieren und die Werkzeugmaschine im regulären Betriebsmodus in Betrieb nehmen; periodisches Schmieren während des Behandlungszyklus — mindestens zweimal pro Schicht oder einmal je 4 Stunden Betrieb der Werkzeugmaschinevollständiger Behandlungszyklus der Führungsbahnen — mindestens 700 Stunden Gesamtbetriebszeit der Werkzeugmaschine
- Vorbeugende Behandlung der Führungsbahnen (einschließlich neuer Werkzeugmaschinen oder solcher mit geringfügigem Verschleiß der Führungsbahnen bis 10 %) mit einer Verbrauchsnorm des Revitalizant-Gels von 6,0 ml auf einen Liter Schmieröl (reguläres Öl)einmal jährlich, über 200 Betriebsstunden
- Hydrauliksystem, erste Etappe: „XADO revitalizant gel for power steering (industrial)“ im Verhältnis von 0,6 ml Gel auf 1 Liter Arbeitsflüssigkeit vorbereiten; in einen separaten Behälter die auf 40 - 60 °C erwärmte Arbeitsflüssigkeit des Hydrauliksystems einfüllen (1 Teil des aufzulösenden Gels auf 5 -10 Teile Öl), die vorbereitete Gelmenge zugeben, sorgfältig bis zur homogenen Mischung verrühren und in den Behälter mit der Arbeitsflüssigkeit einbringen; das Hydrauliksystem einschalten, eine Druckbelastung von bis zu 50 % der maximal zulässigen sicherstellen; danach den Betrieb des Hydrauliksystems mit Nennlast im regulären Betriebsmodus fortsetzenBetrieb unter einer Last von bis zu 50 % der maximal zulässigen über 1 - 2 Stunden
- Die zweite, dritte, vierte, fünfte und sechste Etappe der Behandlung des Hydrauliksystems analog zur ersten Etappe bei regulärer Belastung des Hydraulikantriebs durchführenmit einem Intervall von 8-12 Stunden Gesamtbetriebszeit des Hydrauliksystems
- Vollständiger Behandlungszyklus des Hydrauliksystems; die Behandlung neuer Hydraulikmaschinen oder solcher mit anfänglichem Verschleiß (bis 10 %) erfolgt nach der oben angegebenen Methodik in 4 Etappen550 Stunden Gesamtbetriebszeit
Nach der Behandlung
- Nach Abschluss des vollständigen Behandlungszyklus werden erneut Messungen der wichtigsten Betriebsparameter jeder Baugruppe und der geometrischen Abmessungen der Teile durchgeführt — dieselben wie vor Beginn der Behandlung, um die Wirksamkeit der Anwendung der XADO Revitalizant-Zusammensetzungen zu bestimmen.
- Für Spindeleinheiten und Getriebekästen werden erfasst: Plan- und Rundlaufabweichung der Sitzflächen der Spindel, radiales und axiales Spiel der Lager, Schwingungspegel der Lagerbaugruppen, Leistungsaufnahme (Strom) des Elektromotors, Oberflächenrauheit des Werkstücks, Kegeligkeit und Unrundheit des Kontrollwerkstücks, Dicke der markierten Zähne, Zustand der Tragbilder der Zähne, Geräuschpegel.
- Für Leitspindeln wird das Axialspiel in der Paarung „Spindel-Mutter“ erfasst.
- Für Führungsbahnen werden Ebenheit und Geradheit erfasst (mit speziellen Kontrolllinealen oder Prismen).
- Für Hydrauliksysteme werden Druck, Betriebstemperatur der Arbeitsflüssigkeit, Förderleistung (Fördermenge) der Hydraulikpumpen, Leckölmenge der Arbeitsflüssigkeit beim Betrieb der Hydraulikmotoren, Schwingungspegel der Hydraulikmaschine und bei Bedarf weitere Kennwerte des Hydraulikantriebs erfasst.
- Zu Vorbeugungszwecken und zur Erhöhung der Lebensdauer nach der Behandlung der Führungsbahnen wird empfohlen, einmal jährlich über 200 Stunden eine Behandlung mit einer Verbrauchsnorm von 6,0 ml Revitalizant-Gel auf einen Liter Öl durchzuführen.
Worauf zu achten ist
- Vor Beginn der Behandlung müssen Ölleckagen (Pkt. 12.1.1) und Leckagen der Arbeitsflüssigkeit im Hydrauliksystem (Pkt. 12.6.1) beseitigt werden.
- Das Einbringen der vorbereiteten Mischung erfolgt bei stillstehender Werkzeugmaschine.
- Zu behandeln sind ausschließlich funktionsfähige Baugruppen und Mechanismen ohne vollständig verschlissene oder beschädigte Teile.
- Bei Vorhandensein von Verschleiß oder Beschädigungen der Arbeitsfläche der Führungsbahnen mit einer Tiefe von mehr als 0,1 mm wird empfohlen, diese Defekte vor der Behandlung nach der XADO-Technologie durch mechanische Bearbeitung (Hobeln, Schleifen) zu beseitigen und erst danach die Behandlung mit der entsprechenden XADO Revitalizant-Zusammensetzung durchzuführen.
- Anmerkung zu Pkt. 12.1 und 12.2: Auf die Funktion der im Ölbad der Getriebekästen arbeitenden Reibkupplungen üben die XADO Revitalizants keine negative Wirkung aus (in Pkt. 12.2 — „üben keinerlei Einfluss aus“).
- Anmerkung: Das Nachfüllen von Öl in das Ölbad der Spindeleinheit, des Schaltgetriebes und der Vorschubkästen erfolgt gemäß den Regeln der technischen Betriebsführung.
- Anmerkung: Das Nachfüllen von Schmieröl für Leitspindeln und für Führungsbahnen erfolgt nach Maßgabe des Verbrauchs, gemäß den Regeln der technischen Betriebsführung der Werkzeugmaschine.
- Die Behandlung der Führungsbahnen von Werkzeugmaschinen mit XADO Revitalizant-Zusammensetzungen ermöglicht es, eine der Arten der Endbearbeitung der Führungsbahnen — das Schaben — zu ersetzen; am wirksamsten ist die Behandlung der Führungsbahnen zu Vorbeugungszwecken: Sie ermöglicht den Schutz vor Verschleiß, die Erhöhung der Mikrohärte der Reibarbeitsflächen auf bis zu 750 kg/mm sowie die Sicherstellung einer hohen Korrosionsbeständigkeit.
Anhänge der Anweisung
Präparate für diese Baugruppen
- Revitalizant-Gel für Kompressoren und LagerKolben-, Schrauben- und Kreiselkompressoren; Wälz- und Gleitlager im Ölbad; Spindeleinheiten und Führungsbahnen von Werkzeugmaschinen.
- Revitalizant-Gel für GetriebeIndustriegetriebe, Seiten- und Zentralgetriebe, Schaltgetriebe von Lkw und Traktortechnik, offene Zahnrad- und Kettentriebe.
- Revitalizant-Gel für HydrauliksystemeHydrauliksysteme von Industrieanlagen und Spezialtechnik, Hydraulikpumpen, Hydraulikmotoren und Wegeventile; Getriebe mit Ölfilterung.
Protokolle zu dieser Baugruppe
- OAO «Zaporizhstal» · 2013↑ 0,05-0,15mm — Zahndicke im Getriebe, 5,8 → 5,9 und 6,0 → 6,15 mm
- Motorenwerk Perm · 2012↓ 4× — Rundlaufabweichung des Spindellagers am Ende der Arbeitsschicht, 0,06 → 0,015 mm
- ArcelorMittal Kryvyi Rih · 2011↓ 2,8-3,1% — vom Antrieb aufgenommene Leistung im Lastbetrieb, 2578–2692 → 2506–2609 kW
- AG „Charkiwer Hefewerk“ · 2009↓ 12-18% — Schwingungspegel an Rotorlagern und Grundrahmen-Auflagern
- Heizkraftwerk Chabarowsk-1 · 2008↓ 8,6% — Stromaufnahme des Elektroantriebs, 3,5 → 3,2 A
- Bäuerlicher Betrieb „Gawrilenko W.D.“ · 2008↑ 12,5-24% — Kompression je Zylinder, 25-28 → 31-32 kgf/cm²
Quelle: Anwendungsvorschrift für XADO Revitalizant-Gele IE-24.6-25612000-005-2008, Seiten 20–26.

